Flugschulungen

bei Bernd Pöting

Auf Empfehlung einiger Vereinskollegen habe ich mich letztes Jahr entschieden nicht nur am Simulator zu trainieren, sondern auch die Heli Flugschule von Bernd Pöting zu besuchen um meine bescheidenen Flugkünste weiter zu entfalten.

Hier nun meine Erfahrungsberichte

Juli 2003

Im Juli 2003 durfte ich, nachdem ich durch das Simulator Training und Flügen auf unserem Vereingelände sicher schweben konnte, bei Bernd gleich ins kalte Wasser springen und direkt mit dem Nasenschweben beginnen. Um die verschiedenen Heli Typen kennen zu lernen und das Nasenschweben nicht nur auf einem Heli zu beherrschen, hatte ich das Vergnügen mit der Futura-Nova sowie 3 verschiedenen Three Dee NTs trainiert trainiert zu werden.
Während dieser dreitägigen Schulung erlernte ich sicher das Nasenschweben. Allerdings erreichte ich mein angestrebtes Ziel, sichere Platzrunden zu fliegen, in dieser Zeit (oder mit meinem Kopf - wie man es auch sieht), nicht. Da ich leider im letzten Sommer aus beruflichen Gründen nicht so viel Zeit hatte wie gewünscht, entschied ich mich deshalb im April 2004 für eine weitere fünftägige Schulung.

April 2004

Bei lausig nass-kalten 2°C durfte ich meine zweite Flugschulung bei Bernd in der ersten April-Woche 2004 absolvieren. Anfänglich hatte ich so meine Zweifel, ob wirklich "wetterunabhängig und ganzjährig geöffnet" die Flugschulung - wie auf der Homepage versprochen - stattfindet, da schon am ersten Tag die Welt nahe dem Untergang war. Starke Windböen und zeitweise starker Regen, wie auf den Bildern zu sehen. Allerdings ließ das Bernd kalt, und auf die Frage ob das der Elektronik nicht schadet, kam nur die Antwort: "Besser wird sie nicht davon, aber was hilfst"!

robbe Futura Nova 3D NT im strömenden Regen

Das einzige was sich bei starken Regen für den Schüler änderte, war, dass dieser, so wie Bernd, im Sitzen direkt aus dem Schulungshänger steuern durfte, da sonst die FC-28 völlig durchnässt worden wäre. Als dann das Wetter zwischenzeitig immer schlechter wurde und ich bereits aufhören wollte, meinte Bernd nur, dass ich wohl in meinen ganzen Leben nicht mehr bei so einem Sau-Wetter fliegen würde und gefälligst weiter steuern soll, weil das übt!!!
Zwischenzeitlich beruhigte sich das Wetter auch mal und zu meiner Überraschung traten Rehe aus dem Wald und ließen sich von unserer Schulung nicht weiter stören.

3D NT mit Rehen

Somit kann ich nur jedem empfehlen mal bei Bernd vorbei zu schauen, da dieser mit seiner Ruhe immer wieder aufs Neue erklärt was man falsch gemacht hat und entweder theoretisch erklärt, wie es richtig geht oder einfach die Figur vorfliegt. Eine von diesen Trainingsfiguren sollte jeder Mal ausprobieren, das Pöting'sche Quadrat. Ziel der Figur ist es ein Quadrat mit einer Kantenlänge von 10 Metern zu beschreiben. Man startet auf der vorderen rechten Ecke, schwebt von dort auf gleicher Höhe bis zur rechten hinteren Ecke, hält an und dreht den Heli um 90° nach links. Von dort geht es dann weiter bis zur hinteren linken Ecke, wieder anhalten, 90° Drehung nach links und immer so weiter bis man am Startpunkt angekommen ist. Wenn man dies beherrscht, das Ganze mal rechts herum. "Das übt" um es mit Bernds Worten zu sagen!
Abschließend kann ich nur die Empfehlung meiner Vereinkollegen weitergeben und bei Bernd mal eine Schulung besuchen, da er seinen Schülern schnell über den geistigen toten Punkt hilft. Und das vor allem viel billiger als mit einem eigenen Absturz, weil man da leider nicht gesagt bekommt, was man falsch gemacht hat und schon gar nicht was man hätte anders machen müssen. Also in diesem Sinne: "Immer eine handbreit Luft unter den Kufen".

Bernd im Hänger Bernd mit mir, 3D NT vor Schulungswagen

August 2004

Da ich leider am diesjährigen RC-Heli Treffen nicht die Flugvorführung von Jan mit seinem neu vorgestellten 3D MP miterleben konnte, bin ich kurz entschlossen für einen Tag zu Bernd gefahren.
Diesmal meinte es das Wetter mit 32° sehr gut mit uns. Als Belohnung durfte ich gleich ein paar Runden mit einem der 3D NTs bei schönstem Sonnenschein drehen. Ist zwar etwas ungewöhnlich nicht bei Regen und Kälte zu fliegen, aber daran gewöhnt mach sich sehr schnell.
Anschließend konnte ich gleich mit der in der ROTOR vorgestellten Millennium 60 III Pro meine Schulung fortsetzten. Zu meiner Überraschung flog das gute Stück mit einem 91er Yamada und dem Rocket-Pipe von Zimmermann und 0% Nitro! Sachen gibt's die gibt es gar nicht!
Als krönenden Abschluss gab es dann jeweils 10 Minuten auf dem Joker wie dem neuen 3D MP mit 10s2p Lipos. Jetzt warte ich nur noch auf die Erfahrungen die Bernd mit dem Lipos im harten Schulungsalltag sammelt und vielleicht steht dann der Anschaffung in der nächsten Saison nichts mehr im Wege ...

Bild-Info
Bitte zum Vergrößern einfach die Bilder (105-150kb) anklicken.